Offen, kosmopolitisch, dialogisch, …
diese Bewegtheit formt meine künstlerische Haltung: offen, kosmopolitisch, dialogisch. Meine Arbeiten laden dazu ein, die lebendige Diversität unseres Planeten wahrzunehmen, ihr mit Offenheit zu begegnen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen über die Frage: Wie wollen wir leben?
Ich bilde Wirklichkeit nicht nach; ich greife ihre Fragmente auf und setze sie in neue Zusammenhänge. Viele meiner Bilder wachsen über den Rand hinaus, kennen kein eindeutiges Anfang oder Ende. Sie sind offene Gefüge, in denen das Auge wandert und die Imagination weiterzeichnet. So entsteht eine Malerei, die Bewegung zulässt – wie eine Reise, auf der Wahrnehmung, Erinnerung und Entdeckung ineinandergreifen.
Entscheidend ist der Arbeitsort. Ich arbeite häufig im Freien und binde Licht, Wind und die Materialität der Umgebung direkt in den Prozess ein: Leinwände, die im Meer gewaschen werden; Salz und Sand, die mit Aquarell reagieren; Moorerde, die über Büttenpapier streicht.
Unterwegs sammle ich Papiere und Pigmente, arbeite mit lokalen Handwerkstechniken und Materialien – vom recycelten Faserpapier bis zur bestickten Baumwolle aus dem Himalaya. Material wird so zum Träger von Geschichten, zum Resonanzraum für Orte und Begegnungen.
Der Mensch erscheint in meinen Bildern oft nur am Rand – als Spur, als Passantin, als Alter Ego. Nicht die Figur dominiert, sondern das Beziehungsfeld: Landschaften, Stadtfragmente, vegetative Formen, die einladen, sich hineinzubewegen.
Leichtigkeit und Lebensfreude …
… sind dabei keine Dekoration, sondern eine Haltung: Sie öffnen Räume, in denen Betrachtende ihren eigenen Blick schärfen, innehalten und Neues entdecken können.
Meine Kunst möchte den Blick auf die lebensnotwendige Vielfalt der Welt öffnen. Sie ermutigt, Unterschiedlichkeit als Ressource zu begreifen und aus der Wertschätzung des Vielfältigen eine bewusste, nachhaltige, lebensbejahende Haltung zu entwickeln.
Begegnungen – ob mit Menschen, Orten oder Materialien – werden zu Motoren eines ästhetischen und sozialen Lernens. Ich lade Sie ein, mit Ihren eigenen Erfahrungen in diese offenen Bildräume einzutreten: zu schauen, zu fragen, zu verbinden. Wenn ein Werk den Impuls gibt, die Vielfalt der Welt klarer zu sehen und daraus Verantwortung und Freude am Miteinander zu schöpfen, hat es sein Ziel erreicht.»

